Team

Projektleiter/innen

Prof. Dr. Gisela Febel (Universität Bremen)


Gisela Febel ist Professorin für Romanistik/Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Bremen. Forschungsschwerpunkte: Gegenwartsliteraturen Frankreichs und der Frankophonie sowie der postkolonialen Räume, Renaissance, Frühe Neuzeit und Modernegeschichte, Epistemologie, Poetik und Literaturtheorie, Transkulturelle Ästhetik, Literatur und Philosophie. Sie ist seit 2002 eine der Sprecherinnen des Instituts für postkoloniale und transkulturelle Studien, (INPUTS). Sie ist Sprecherin des Projektbereichs „Wissensformen“ innerhalb der Verbundforschungsinitiative Worlds of Contradiction (WoC) der Universität Bremen.

Prof. Dr. Ralph Ludwig (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Foto Prof. Dr. Ralph LudwigRalph Ludwig ist Professor für romanische Philologie: Französische und Spanische Sprachwissenschaft. Er hat eine Reihe von Forschungsprojekten durchgeführt, die in Publikationen mündeten und seine Interessen widerspiegeln, so zum Frankokreol, dem Spannungsfeld von Mündlichkeit und Schriftlichkeit, dem Spanischen Lateinamerikas und zur Theorie von Sprach- und Kulturkontakt. Einen roten Faden bildet die Arbeit mit und an konkreten Korpustexten wie auch die Verfolgung grammatischer Fragestellungen. In seinen Augen sind mit dem Erstellen, Transkribieren und Untersuchen von authentischen Audio- und Videoaufnahmen in anderen Gesellschaften nicht nur sprachliche und sprachwissenschaftliche, sondern gerade in der heutigen Zeit auch grundlegendere interkulturelle Kompetenzen verbunden. Erfahrene Forschende bis hin zu jungen Studierende erlernen und praktizieren hier die allgemeine Fähigkeit, sich in mehr oder weniger fremde Gesellschaften hereinzufinden, ihre interaktiven Praxen zu entdecken und zu erlernen sowie sich selbst zusammen mit ihrem forscherischen Anliegen zu vermitteln.

Im Zentrum der letzten Jahre stehen Überlegungen zur Ökolinguistik (ein gemeinsam mit P. Mühlhäusler und S. Pagel edierter Sammelband erscheint 2017 bei Cambridge University Press). Hinzu kommen starke Forschungsinteressen im Bereich der frankophonen Literatur sowie der französischen Aufklärung und ihrer außereuropäischen Rezeption (hierher gehört die Herausgabe des Sammelbandes Écrire la ‚Parole de Nuit‚, mit Beiträgen von É. Glissant, P. Chamoiseau, R. Confiant, R. Depestre u.a. (Erstauflage 1994, 4. Auflage 2010), sowie die Monographie Frankokaribische Literatur: Eine Einführung (2008). Aktuell arbeitet er neben konkreten Sprachuntersuchungen an einem Buch zu Gedächtnis, Literatur und narrativen Identitätskonstruktionen von Saint-Pierre de la Martinique (in Zusammenarbeit mit der Université des Antilles).

PD Dr. Natascha Ueckmann                                                                              (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Natascha Ueckmann ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Romanistik/Kulturwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie war zunächst Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Osnabrück (1998-2000), im Anschluss DAAD-Lektorin in Frankreich (2000-2002), danach Wissenschaftliche Assistentin (2002-2010) und später Akademische Rätin auf Zeit (2010-2017) an der Universität Bremen. Während des WS 2012/13 und des WS 2013/14 übernahm sie die Lehrstuhlvertretung für Romanische Literaturen und Kulturen (Schwerpunkt Iberoamerika) an der Universität Passau. 2000 Promotion an der Uni­versität Osnabrück zum Thema Frauen und Orientalismus: Reisetexte französisch­spra­chiger Autorinnen des 19. und 20. Jahrhunderts (Stuttgart: Metzler 2001), die Studie erscheint 2018 in französischer Übersetzung: Genre et orientalisme. Récits de voyage au féminin en langue française: XIXe-XXe siècle. 2011 Habilitation zur karibischen Literatur: Ästhetik des Chaos in der Karibik. Créolisation und Neobarroco in franko- und hispanophonen Literaturen (2014), ausgezeichnet mit dem Elise Richter-Forschungspreis des Deutschen Romanistenverbandes. Ihre Arbeitsschwer­punkte sind: Karibik- und Diasporaforschung, Postkoloniale Literatur- und Kulturtheorien, Transkulturelles Theater im 21. Jahrhundert (Frankreich, Deutschland), Gedächtnisforschung und Transmedialität, Gender Studies, Autobiographik. Sie war von 2007 bis 2017 Geschäftsführerin und eine der Sprecherinnen des Instituts für postkoloniale und transkulturelle Studien (INPUTS). Seit 2015 ist sie Vorstandsmitglied für Internationales bei der Society for Caribbean Research (Socare).

Postdoc

Dr. des. Marie-Therese Mäder (Universität Bremen)

Marie-Therese Mäder koordiniert das Gesamtprojekt und arbeitet als Postdoc zum Thema Fiktionalisierung und Wissensorganisation im neueren frankokaribischen Roman. Nach dem Abitur am Französischen Gymnasium in Berlin Magisterstudium der Galloromanistik, Germanistik und Ethnologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit Gastaufenthalten an den Universitäten Leipzig und La Réunion sowie Ausflügen ins Verlags- und Redaktionswesen. Im Anschluss Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Romanische Landes- und Kulturwissenschaften der Universität Halle-Wittenberg (2010-2014 & 2015-2017). In diese Zeit fallen die Organisation von Konferenzen, Vortragsreihen und Tagungspanels zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg, zum deutsch-französischen Kulturaustausch und zur theoretisch-methodischen Ausrichtung kulturwissenschaftlicher Forschung in der Romanistik sowie Lehrveranstaltungen zu den Themengebieten des kollektiven Gedächtnisses, des Kulturkontakts und der Alltagskulturen. 2017 Promotion mit einer Arbeit zur kulturgeschichtlichen Bedeutung der französischen Idéologues unter besonderer Berücksichtigung bildungsphilosophischer Perspektiven im Rahmen des von den Universitäten Halle und Jena getragenen Verbundprojektes Kulturmuster der Aufklärung (Würzburg: Königshausen & Neumann 2018 im Druck).

Doktorand/innen

Lisa Brunke (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Lisa Brunke ist Doktorandin im Forschungsprojekt und arbeitet zm Thema „Der diasporische Mensch: Transfer und Zirkulation aufklärerischer Humanitäts- und Gemeinschaftsentwürfe in der neueren haitianischen Literatur“. Nach dem Bachelorstudium der Germanistik und der Politikwissenschaften an der Leibniz Universität Hannover (2008/2012) absolvierte sie den Masterstudiengang der Transnationalen Literaturwissenschaft: Literatur, Theater, Film an der Universität Bremen (2012/2017). In diese Zeit fallen auch Auslandsaufenthalte in Tlemcen, Algerien (2013/2014) und an der Université des Antilles auf Martinique (2014) sowie die Mitarbeit bei der Konferenz „Reshaping Glocal Dynamics of the Caribbean. Relaciones y Desconexiones – Relations et Déconnections – Relations and Disconnections“ in Hannover (2015).

Johanna Nuber (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Johanna Nuber promoviert im Forschungsprojekt zum Thema „Der menschliche Körper: Von der aufklärerischen Konkretion bis zur Körpermythik in der antillanischen Literatur“. Bereits im Bachelorstudium der Sozial- und Kulturanthropologie und der Französischen Philologie an der Freien Universität Berlin mit Aufenthalten in Benin und im Senegal standen postkoloniale Theorie, Gender Studies und Intersektionalität im Zentrum ihrer Studieninteressen. Von 2015-2018 studierte sie den Master Romanische Literaturwissenschaft an der FU Berlin und Brasilianische Literatur und Vergleichende Poetiken an der Universidade de São Paulo, Brasilien. Hier rückten Diskurse zu Körper und Sexualität verstärkt in den Fokus.

Assoziierte Doktorandin

Bettina Gnaß (Universität Bremen)

Bettina Gnaß ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im Bereich Frankoromanistik/Französische Literaturwissenschaft an der Universität Bremen. Nach ihrem Magisterstudium der Romanistik, Soziologie und Arbeitswissenschaft (2004-2010) inkl. Auslandsaufenthalt in Straßburg arbeitete sie einige Jahre u.a. als Lektorin an einer Fernhochschule und absolvierte eine Ausbildung zur Mediatorin. Seit 2017 ist sie als Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Gisela Febel an der Universität Bremen tätig und befasst sich in ihrer Promotion mit der haitianischen Literatur nach dem Erbeben von 2010.

Studentische Hilfskräfte

Andrea Dassing (Universität Bremen)

Andrea Dassing hat ihr Bachelorstudium Interkulturelle Europa- und Amerikastudien und Ethnologie mit den Schwerpunkten Frankreich- und Lateinamerikastudien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg absolviert. Längere Studienaufenthalte führten sie an die Université de La Réunion und die Universidad de La Habana. Schwerpunkt ihres Bachelorstudiums waren kulturelle Kreolisierungsprozesse in der Karibik und im Indischen Ozean sowie Fragen der Migration. Derzeit ist Andrea Dassing an der Universtiät Bremen im Masterstudiengang Transkulturelle Studien eingeschrieben und beschäftigt sich mit postkolonialen Theorien und Fragen der postmigrantischen Gesellschaft in Deutschland aus kultur-, literatur- und religionswissenschaftlicher Perspektive.

Etienne Légat (Universität Oldenburg/Universität Bremen)

Etienne Légat studiert Lehramt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in Kooperation mit der Universität Bremen. Fachrichtungen seines pädagogisch orientierten Bachelorstudiums sind Kunst und Medien in Oldenburg sowie Französisch/Frankoromanistik in Bremen. In sein Studium fallen auch verschiedene Auslandsaufenthalte in frankophonen Ländern, wie z.B. an der Université de Montréal in Kanada (2016).  Neben fachspezifischen Aspekten, Pädagogik und Didaktik befasst er sich u.a. mit internationalem Theater, Musik und Kabarett sowie Quebecer Französisch und frankokanadischer Kultur.

Kira Seidelmann (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Kira Seidelmann hat Literatur, Kultur und Medien sowie Europa im globalen Wandel an der Universität Siegen studiert. Schwerpunkte ihres Bachelorstudiums waren Identitäts- und Genderforschung, transkulturelle Literatur sowie Migration und Globalisierung. Sie verbrachte ein Semster an der Université Nice Sophia-Antipolis. Derzeit ist Kira Seidelmann im Masterstudiengang Interkulturelle Europa- und Amerikastudien mit den Schwerpunkten Frankreich-, Lateinamerika- und Angloamerikanische Studien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingeschrieben. Sie beschäftigt sich u.a. mit Sprachen und Kulturen der Karibik.

Maren Rolle (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Maren Rolle studierte Interkulturelle Europa- und Amerikastudien und Geschichte mit den Schwerpunkten Frankreich- und Lateinamerikastudien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie befasste sich mit der Festkultur, Unabhängigkeitsbewegungen und Indigenismo in Mexiko, kulturtheoretischen Positionen der Karibik und der Kulturgeschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert. Momentan studiert sie im weiterführenden Programm IKEAS mit dem zusätzlichem Schwerpunkt Italienstudien. Im Masterstudium setzt sie sich u. a. mit Erinnerungskulturen, visuellen Kulturen und dem urbanen Raum in Lateinamerika sowie der Selbstidentifikation Italiens auseinander.